Haus der SeniorInnen Bad KreuznachZentrum für Freizeit, Bildung und Beratung

Bericht der Ehrenamtsbörse Bad Kreuznach 2012

Tätigkeitsbericht für die Zeit vom 01. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

Auf der Basis insbesondere der seit Juli 2010 in Trägerschaft der Stadt Bad Kreuznach betriebenen Ehrenamtsbörse haben wir durch weitere Öffentlichkeitsarbeit den Bekanntheitsgrad der Ehrenamtsbörse nicht nur in Bad Kreuznach sondern auch in der Umgebung (von Bad Sobernheim bis Langenlonsheim an der Nahe, Argenschwang im Hunsrück und Badenheim in Rheinhessen) deutlich ausgeweitet.
Unsere Beratungs- und Vermittlungsarbeit und die Anzahl der Kontakte mit interessierten Personen und Einrichtungen haben für eine weitere Ausbreitung des Bekanntheitsgrades der Ehrenamtsbörse gesorgt. Sowohl auf der Seite der NachfragerInnen als auch der Anbieter von ehrenamtlichen Leistungen hat die Anzahl der Interessierten Personen und Einrichtungen deutlich zugenommen.

Öffentlichkeitsarbeit

Wir haben durch Zeitungsveröffentlichungen in Tages- und Wochenzeitungen in Bad Kreuznach und Umgebung, durch Verteilung von Flyern unseren Bekanntheitsgrad erhöht. Insbesondere auch die Berichterstattung über die Sonderaktion „Leihoma und –opa" und „Begleit- und Besuchsdienste gesucht" hat zu zahlreiche Anfragen und Kontakten und auch konkreten Vermittlungen geführt.
Nach diesen Erfahrungen ist eine Presseveröffentlichung mit einem konkreten Aufgabengebiet erfolgreicher in der Reaktion in der Bürgerschaft. Trotzdem soll darüber hinaus für die grundsätzliche Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit allgemein geworben werden.

Weiterbildung

Durch Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen bei der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Rheinland-Pfalz LagFa wird versucht im Rahmen der Möglichkeiten unsere Arbeit zu aktualisieren und weiter zu verbessern.
Wir werten regelmäßig Artikel in Tages- und Wochenzeitungen sowie Veröffentlichungen in Broschüren der verschiedenen Einrichtungen in Bad Kreuznach und Umgebung aus, mit dem Ziel mögliche Kooperations-, Vermittlungs- und Zusammenarbeitsmöglichkeiten in Gesprächen und Kontakten auszuloten.

In Zahlen

Zur Zeit haben wir 63 Personen, die verschiedene ehrenamtliche Leistungen anbieten, wovon 45 Personen bereits vermittelt wurden, teilweise auch an mehrere Nachfrager. Die Anzahl der Nachfrager nach ehrenamtlichen Kräften liegt zur Zeit bei 61 (Einzelpersonen, soziale Träger, z.B. Kinderschutzbund, usw.) wobei im letzten Halbjahr in über 20 Fällen Interessierte vermittelt werden konnten.

Aus dem Bereich der Sportvereine liegen bis jetzt keine Anfragen vor. Unsere Arbeit hatten wir bei einem Treffen allen Vereinsvertretern Ende 2011 vorgestellt.

Abbau von Vorbehalten und Aufbau von gegenseitigen Hilfen

In den Anfragen und Gesprächen mit Interessenten für die Arbeit der Ehrenamtsbörse ergeben sich immer wieder vielfältige Gelegenheiten Anliegen über Beschäftigung / Tätigkeit / Aufgabe / persönliche Lebensumstände / Einsamkeit / Kontakte / Wohnverhältnisse / zu erörtern.
Es gibt immer wieder auch Gespräche und Kontakte mit Menschen die nicht in eine Vermittlung der Ehrenamtsbörse führen.

Es ist notwendig bestehende Vorbehalte

  • gegen ein ehrenamtliches Engagement
  • sowie eine verpflichtende zeitliche Bindung und
  • die regelmäßige Wahrnehmung der Aufgaben

abzubauen.
Hierzu soll auch durch Veröffentlichung in Tages- und Wochenzeitungen beigetragen werden, Befürchtungen abzubauen. So versuchen wir z.B. beim Aufbau einer Aufgabenhilfe mehrere interessierte Personen zu einer Gruppe zusammenzufassen, in der bei Verhinderung schnell und unbürokratisch eine Vertretung organisiert werden kann. Dieses Modell könnte vielleicht auf andere Einsatzfelder übertragen werden. Dadurch kann die Belastung bzw. Verpflichtung Einzelner auch kurzfristig behoben werden, was möglicherweise zu einer größeren Bereitschaft zur Übernahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit führen kann.

Mögliche Schwerpunkte

Ein künftiger Schwerpunkt könnte auch der Einstieg im Bereich der Kindertagesstätten und Grundschulen sein, der jedoch mit der derzeitigen personellen Ausstattung von 9 Wochenstunden kaum geleistet werden kann.
Mit der Gewinnung ehrenamtlicher Personen zur Verstärkung der Ehrenamtsbörse könnte ein neues Aufgabengebiet entwickelt werden.

Ausblick auf die Arbeit in 2013

Mit der Zunahme von Anbietern und Nachfragern wäre für die Erfassung und Vermittlungstätigkeit die Anschaffung eines entsprechenden DV-Programms sicher hilfreich und würde angesichts der knappen Zeit von 9 Wochenstunden den Anteil der Arbeitszeit für Organisation und Dokumentation zu Gunsten der Vermittlungs- und Beratungstätigkeit reduzieren.
Die Arbeit konnte bisher nur mit erheblicher Mehrarbeitszeit bewältigt werden. Bei zunehmendem Bekanntheitsgrad und steigender Bedeutung des Ehrenamtes und des Arbeitsaufkommen halten wir dauerhaft eine Aufstockung der Arbeitszeit für erforderlich.
Fortsetzung der Öffentlichkeitsarbeit z.B.

  • durch weitere Presseberichte und evtl. örtl. Rundfunk über unsere Arbeit,
  • eine öffentliche Werbe-Veranstaltung zur „Bedeutung des Ehrenamtes" mit möglichst allen Trägern von ehrenamtlicher Arbeit in und um Bad Kreuznach mit fachlicher, sachlicher Beratung und Unterstützung der Staatskanzlei (Referentin/Sachkosten-Zuschüsse) sowie der LagFa,
  • Erstellung und laufende Aktualisierung einer Übersicht aller in Bad Kreuznach und Umgebung aktiven Einrichtungen und Initiativen, Selbsthilfegruppen um das Angebot für die Vermittlung Interessierter zu erweitern.

Bad Kreuznach, den 17. Januar 2013
Ulla Baumgärtner, Heinz Zingen

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